Let there be more light

Früher war Musik für mich etwas das aus dem Radio kam und völlig uninteresannt. Man ließ sich nebenbei berieseln, und was dabei dann genau gespielt wurde war völlig irrelevant. Erst als am 1. April 1995 1LIVE auf Sendung ging wurde mein Gehör auf das sensibilisiert was genau da auf mich herab rieselte.

Ich hörte Stundenlang die Deutschen-, die Englischen- und die 1LIVE Hörer-Charts nur um im richtigen Moment auf den Aufnahmeknopf zu drücken und mich am Ende doch wieder darüber zu ärgern das der dämliche Moderator kurz vor Ende des Liedes reingequatscht hat.
Es kristallisierte sich heraus das mein Geschmack eher in Richtung der elektronischen Musik ging. Damals Euro Dance, später dann Trance mit all seinen Unterarten, war meine Musikrichtung. ATB, Paul van Dyk und DJ Tiesto sind noch Namen an die ich mich grob erinnere.
Im Jahr 2001, meine Ausbildung näherte sich dem Ende und mein Freundeskreis wechselte, traf ich mich mehr mit Leuten, die ich zwar schon vom DSA spielen kannte, aber sonst nichts mit denen am Hut hatte.
Was ein Kulturschock. Metalfreaks und Nirvanahörer, und ich mitten drin.
Es war eine dieser fortgeschrittenen Geburtstagsparty bei der die Mehrzahl der Partygäste schon längst gegangen war als jemand eine Akkusik Gitarre zur Hand nahm und darauf begann Come as you are von Nirvana zu spielen. Mann zeigte mir das Hauptriff und nach zwei Versuchen gab ich enttäuscht auf. Finger zu dick, nicht genügend Feinmotorik oder vermutlich einfach zu untalentiert. Oder alles zusammen.

Ich schätze das war der Zeitpunkt an dem sich mein Musikgeschmack anfing zu dem zu ändern was er derzeit ist. Langsam aber stetig wuchs der Anteil der „handgemachten“ Musik auf meinen Auto CDs. Erst als „Service“ für meine vielen Mitfahrer verkauft, war irgendwann klar das ich elektronischer Musik nichts mehr abgewinnen konnte. Ich begann zu begreifen was mit „zu stupide“ und „zu eintönig“ gemeint war. Ich begann es zu genießen Lieder mehrmals hintereinander zu hören um vielleicht doch noch eine kleine Nuance zu entdecken die mir vorher entgangen war.

Während ich zu Beginn noch Musik wie Nickelback, P.O.D und Linkin Park hörte änderte es sich hin zu Tool, Biffy Clyro und Nebula. Die Entdeckung von Mother Tongue war eine Offenbarung für mich und auch Pink Floyd ist fester Bestandteil meiner Musikwelt geworden. Ebenso wie Kenny Burrell, Grant Green und einige Jazz Standards die ich mir aber für einen späteren Eintrag aufhebe.

Und weil dies der erste Eintrag ist, er sich um Musik dreht, der Song und insbesondere das Riff am Anfang, einfach nur cool ist, ist er nach diesem Pink Floyd Song benannt:
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~ von MoreLight am Mai 10, 2008.

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